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Zertifizierung
Zertifizierung nach KTQ und pCC
Gemäß der gesetzlichen Vorschriften nach § 137 SGB V müssen Krankenhäuser seit 2005 einen Nachweis über ein internes Qualitätsmanagement erbringen. Welches Verfahren sie dazu anwenden, bleibt den Einrichtungen selbst überlassen. Das KTQ-Verfahren ist ein freiwilliges Verfahren und eignet sich besonders um dieser gesetzlichen Verpflichtung zu entsprechen. Die Elisabeth Krankenhaus GmbH ist seit dem 25. August 2005 nach dem Qualitätssiegel KTQ zertifiziert.
KTQ bedeutet "Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen". Als Projekt 1997 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie gestartet - in Übereinstimmung mit allen für diesen Versorgungsbereich verantwortlichen Selbstverwaltungspartnern: Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherungen, Bundesärztekammer, Deutscher Pflegerat, Deutsche Krankenhausgesellschaft - wurde Im Dezember 2001 die KTQ-GmbH gegründet. Nach rund vierjähriger Entwicklungsarbeit wurde damit erstmals ein Zertifizierungsverfahren im deutschen Gesundheitswesen etabliert, das damals auf die spezifischen Anforderungen von Krankenhäusern ausgelegt war (www.ktq.de). Heute ist das KTQ-Verfahren auf die speziellen Anforderungen in den Bereichen Krankenhäuser, Niedergelassene Praxen und MVZ, Rehabilitationseinrichtungen, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Hospize und alternative Wohnformen und Rettungsdienste ausgelegt. Mit der Zertifizierung des internen Qualitätsmanagements in Krankenhäusern trägt die KTQ der Forderung der Gesundheitsministerkonferenz und des Sachverständigenrates Rechnung, die Position der Patienten zu stärken und ihnen in geeigneter und verständlicher Form Informationen über die Qualität der internen Prozessabläufe im Gesundheitswesen anzubieten.
Seit dem 15.09.2008 ist das Haus zusätzlich nach dem Qualitätssiegel der proCum Cert zertifiziert. Die proCum Cert GmbH hat die Qualitätskriterien in den Bereichen erarbeitet, die kirchliche Krankenhäuser in besonderem Maße prägen und ihr Profil stärken. Dazu gehören etwa die Trägerverantwortung, die Seelsorge und die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Im September 2011 wurden beide Zertifikate erneuert. Dabei wurden Abläufe, Standards und die Einhaltung von Richtlinien überprüft. Die Zertifikate bescheinigen, dass das Qualitätsmanagementsystem des Elisabeth Krankenhauses in besonderer Weise den Kriterien des KTQ- und proCum Cert-Verfahrens entspricht.
Die Schwerpunkte der Zertifizierung, die bei Patienten und einweisenden Ärzten für mehr Transparenz und Sicherheit bei der Auswahl einer Klinik sorgt, liegen insbesondere bei der Patientenorientierung während der Krankenhausbehandlung und natürlich der Kompetenz der Mitarbeiter im Krankenhaus. Mittels dieses speziellen Verfahrens wird deutlich, an welchen Stellen gute Leistungen seitens der Einrichtungen erbracht werden und an welchen Stellen Verbesserungspotenzial besteht. Dabei werden nicht nur medizinisch-pflegerische Abläufe abgeklopft und überprüft, sondern auch technische, wie beispielsweise Brandschutzmaßnahmen.
Neben der kontinuierlichen Verbesserung hat sich das Elisabeth Krankenhaus über 1 Jahr gründlich auf die im September 2011 stattgefundene Prüfung vorbereitet. Dabei wurde das gesamte Haus auf den Kopf gestellt und sämtliche Stärken und Schwächen näher beleuchtet. Hilfreich war hierbei sicherlich, dass das Elisabeth Krankenhaus bereits Erfahrung auf dem Gebiet der Zertifizierung besitzt. Vor der KTQ-Zertifizierung hatten Teile des Hauses bereits eine Zertifizierung nach DIN ISO-absolviert und die Schlaganfallbehandlungseinheit (Stroke Unit) sowie das Brustschmerzzentrum (Chest Pain Unit) des Elisabeth Krankenhauses sind ebenfalls bereits zertifiziert.
Wichtig ist uns, dass mit der jetzt erfolgreich absolvierten Prüfung und der Zertifikatsübergabe nicht der Abschluss erfolgt. Es ist vielmehr der Startschuss gefallen für die ständige Überprüfung und Verbesserung aller Prozesse im Haus.
Die manchmal etwas abstrakt klingenden Vorgaben haben nämlich konkrete Auswirkungen. Wenn das Krankenhaus sich z.B. verpflichtet, regelmäßige Patientenbefragungen durchzuführen, muss es sich zu gegebener Zeit überprüfen lassen und zwar nicht nur ob es diese Befragungen durchgeführt hat, sondern auch welche Konsequenzen es daraus gezogen hat. Dasselbe gilt auch für die regelmäßige Mitarbeiterbefragung, so dass alle Beteiligten ihren Vorteil daraus ziehen.
Das Haus hat in der Vorbereitungsphase einen umfangreichen Selbstbewertungsbericht geschrieben, Damit wird es nach unterschiedlichen Kriterien in 6 Kategorien vollständig abbildet. Nach Anmeldung bei einer Zertifizierungsstelle erfolgt anschließend die sog. Fremdbewertung. Hierzu kommen 3 externe Prüfer aus unterschiedlichen Bereichen, nämlich der Medizin, der Pflege und der Ökonomie, ins Haus und überprüfen, ob die dort gemachten Angaben und festgelegten Standards auch wahrheitsgemäß sind. Das mag zunächst nach Papiertiger klingen, Tatsache ist aber, dass bei diesem Prozess das gesamte Haus auf den Kopf gestellt wird und somit der Anspruch erfüllt wird, sich selbst stetig zu kontrollieren und permanent Prozesse zu optimieren.
Das Elisabeth Krankenhaus GmbH freut sich, diesen Prozess erneut erfolgreich absolviert zu haben und geht nun an die alltägliche Arbeit und an die Umsetzung, denn bis zur nächsten Zertifizierung im Jahr 2014 ist der Weg kürzer als man denkt.
Um abschließend das KTQ-Zertifikat zu erhalten, muss jede medizinische Einrichtung nach den Richtlinien des Verfahrens einen KTQ-Qualitätsbericht erstellen. Diese Qualitätsberichte sind ein Meilenstein im deutschen Gesundheitswesen: Sie machen das Leistungsgeschehen in medizinischen Einrichtungen durchsichtig und bieten damit erstmals die Möglichkeit, Einrichtungen und ihre Arbeit objektiv miteinander zu vergleichen. Sie geben damit Orientierung und helfen dem Patienten dabei, Entscheidungen zu treffen.
Unser KTQ - Qualitätsbericht steht Ihnen als Download zur Verfügung:







