Weiterbildung

Sie möchten sich zur Fachärztin/zum Facharzt für Neurologie weiterbilden? Dabei möchten wir Sie gerne unterstützen. In unserer Klinik haben Sie die Möglichkeit 36 von insgesamt 48 Monaten Ihrer neurologischen Weiterbildungszeit zu absolvieren. Wir garantieren Ihnen einen schnellen und supervidierten Einstieg in den klinischen Alltag sowie in die apparative Diagnostik spätestens nach drei Monaten Einarbeitungszeit.

Oder möchten Sie die Weiterbildung zum Geriater absolvieren?
Im Rahmen unseres neurogeriatrischen Schwerpunktes bieten wir die komplette Weiterbildung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Geriatrie (18 Monate) für alle Fachrichtungen an. Somit haben wir bereits Kollegen aus den Fachbereichen Neurologie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin oder Psychiatrie zum Geriater ausgebildet.

Oder möchten Sie als Facharzt für Neurologie zu uns kommen?
Neben der Weiterbildung zum Geriater bieten wir Ihnen eine Erfahrungskomplettierung in unterschiedlichen Funktionsbereichen wie z. B. Elektrophysiologie, Ultraschalldiagnostik, Botulinumtoxin-Therapie oder Hirnschrittmachertherapie bei Bewegungsstörungen.

Strukturierte Facharztweiterbildung
Unsere Abteilung betrachtet Weiterbildung als eine wesentliche Aufgabe. Aus diesem Grunde bilden wir seit 2006 mit einem strukturierten Weiterbildungsprogramm aus, welches aus dem Projekt „Strukturierte Facharztweiterbildung“ der St. Franziskus-Stiftung Münster (begleitet durch Prof. Dr. med. Marcus Siebolds vom Fachbereich Gesundheitswesen der Katholischen Fachhochschule NW) hervorgegangen ist. Wir können Ihnen so durch ein klar gegliedertes Curriculum mit entsprechenden Schwerpunkten eine für Sie jederzeit transparente und qualitativ hochwertige Weiterbildung zur Fachärztin / Facharzt für Neurologie anbieten.
Die weiterbildenden Ärzte haben eine 50 Stunden umfassende Fortbildung zum Thema Grundlagen der strukturierten Facharztweiterbildung absolviert.

Das Weiterbildungsprogramm
Das von uns entwickelte Curriculum gliedert die Weiterbildung in sinnvolle Schritte und gibt die Ziele für die einzelnen Abschnitte klar vor. Auf Grundlage des Muster-Logbuchs der Bundesärztekammer nutzen wir einen abteilungseigenen Weiterbildungsplan, ders Sie durch Ihre Weiterbildungszeit begleiten wird und alle Weiterbildungsnachweise zusammenführt. Die vorgeschriebenen Jahresgespräche sind strukturiert und garantieren ein qualifiziertes Gespräch zum aktuellen Stand und zur weiteren Zielvereinbarung in der Weiterbildung. Nach jeweils sechs Monaten erfolgt ein strukturiertes Zwischengespräch. Diese Protokolle werden Bestandteil des o.g. Logbuches. Für die wichtigsten Kernprozesse in unserer Abteilung haben wir Verfahrensanweisungen erstellt, die eine wesentliche Unterstützung bei der Einarbeitung unserer Assistenzärzte-/ärztinnen sind. Ferner existiert ein umfangreiches, abteilungsspezifisches Intranet mit Arbeitsanweisungen zu den meisten medizinischen Fragestellungen im Arbeitsalltag.

Curriculum

  1. Jahr:
    Klinisch-neurologische Propädeutik, NotfallaufnahmeLumbalpunktiopn mit Liquordruckmessung und intrathekaler Injektion
    Doppler/Duplex-Diagnostik, Stroke Unit-Versorgung
  2. Jahr
    EEG, Duplex, Evozierte Potentiale, Beginn Neurographie
    Autonome und Kreislaufdiagnostik
    Intensivstation
  3. Jahr
    Neurographie, EMG
  4. Jahr (fakultativ)
    Individuelle Vertiefung Elektrophysiologie und Ultraschall
    Botulinumtoxin-Therapie
    Mitarbeit Hirnschrittmacher-Therapie (ambulant und stationär)

Praktische Umsetzung Ihrer Weiterbildung
Wir verpflichten uns zu regelmäßigen Fallsupervisionen bei Aufnahme und im Behandlungsverlauf. Die Oberärzte sind täglich auf den Stationen präsent und jeden Tag für Ihre Fragen ansprechbereit. Die Einarbeitung in die apparative Diagnostik erfolgt mit persönlicher und individueller Supervision. Sie bringen sich in die regelmäßige abteilungsinterne Fortbildung ein. Diese Fortbildung besteht aus Fachvorträgen mit externen Referenten und hausinternen Falldiskussionen und ist bei der Ärztekammer CME-zertifiziert.
Seit 2001 wird jährlich das Forum für aktuelle Neurologie und Neurogeriatrie durch unsere Abteilung organisiert. Zudem finden abteilungsübergreifende allgemein klinische Weiterbildungsveranstaltungen im Haus statt. Die neuroradiologische Weiterbildung erfolgt anhand der regelmäßigen Röntgenbesprechungen (Beamer-Projektion mit PACS-System). Jede Station führt wöchentlich eine multiprofessionelle Teamsitzung zur Prozess- und Behandlungssteuerung durch.
Bei Interesse haben Sie die Gelegenheit, praktische Fähigkeiten wie z. B. Intubationen, ZVK-Anlagen u. ä. durch hausinterne Hospitation zu erlernen.

In 2009 haben die Assistenzärzte/innen der Abteilung an der Online-Befragung zur Evaluation der Weiterbildung in Deutschland, ein Projekt der Bundesärztekammer und der Landesärztekammern, teilgenommen und die Abteilung Geriatrie/Neurologie bewertet. Das Ergebnis der Selbstbewertung finden Sie hier verlinkt.

Ihr Weiterbildungsteam

CA Dr. med. Th. Günnewig
Arzt für Neurologie und Psychiatrie
Geriatrie, Palliativmedizin
Psychotherapie, Verkehrsmedizin

Weiterbildungsermächtigung:
36 Monate Neurologie, 18 Monate Geriatrie

OA Dr. med. M. Michels
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
Geriatrie, Verkehrsmedizin

Schwerpunkt Stroke-Unit, Intensivmedizin, Neuroimmunologie, Duplex-Sonographie, Parkinson -Syndrom

OÄ B. Fluchs
Fachärztin für Neurologie
ab 15. März 2011 in unserer Abteilung tätig

 

 

 

 

Begleitende Maßnahmen
Zur Förderung Ihrer externen Weiterbildung erhalten Sie von Anfang an in Ihrer Weiterbildungszeit eine monatliche Poolbeteiligung vom Chefarzt. Zur Umsetzung der strukturierten Facharztweiterbildung übernimmt das Krankenhaus Kosten in Höhe von 1000€ pro Jahr zur Teilnahme an Fortbildungen (z. B. Strahlenschutzkurs). Ferner wird die Teilnahme an einem Grundkurs zum Thema „Evidenz basierte Medizin“ für alle Ärzte durch die St. Franziskus-Stiftung Münster angeboten.

Klinikbeschreibung
Wir sind ein modernes Akutkrankenhaus der Regelversorgung mit 288 Betten und den Hauptabteilungen Innere/Gastroenterologie, Geriatrie/Neurologie, Kardiologie, Onkologie und Hämatologie, Allgemein-, Gefäß- und Unfallchirurgie,  Radiologie, Anästhesie mit operativer Intensivmedizin sowie HNO- und Orthopädie-Belegabteilungen.
Unsere Abteilung versorgt mehr als 1500 stationäre Patienten mit 40 stationären Betten einschl. zertifizierter Stroke Unit und belegt die interdisziplinäre Intensivstation. Die Schwerpunke sind die Schlaganfallversorgung auf der seit 1997 bestehenden und seit 2004 zertifizierten 4-Betten Stroke-Unit mit 50 systemischen Lyse-Therapien im Jahr 2009, die Betreuung neurodegenerativer Erkrankungen aus den Bereichen Bewegungsstörungen und Demenz ebenso Polyneuropathien und Wirbelsäulenerkrankungen, Kopfschmerz- und Schwindelsyndrome sowie Delir und Epilepsie. Weiter wird ein breites neurologisch-neurogeriatrisches Spektrum behandelt, beispielsweise in Form von komplex-geriatrischer Frührehabilitation. Unsere Patienten auf der Intensivstation betreuen wir selber und decken damit den Weiterbildungspflichtteil der allgemeinen Intensivmedizin vollständig ab.
Wir bieten ein gutes Arbeitsklima, eine komplette Diagnostik (EEG, Neurographie, EMG, extra- und transkranielle Doppler- und Duplexsonsographie, Evozierte Potentiale und Kreislaufdiagnostik), eine Botulinumtoxin- und Hirnschrittmacher-Ambulanz und ein abteilungsinternes Team aus Psychologe, Physio-, Ergo- u. Sprachtherapeuten. Der ärztliche Stellenschlüssel beträgt 1-2-6. Unsere Hauptabteilung Radiologie gewährleistet uns MRT und MRA, CT und CTA sowie eine DSA.
Die Stationstätigkeit wird durch eine Stationssekretärin und insbesondere durch eine Kodierassistentin unterstützt. Unsere Assistenzärzte/-ärztinnen sind von jeglicher Kodierarbeit befreit. Routinelabor und Infusionsmanagement können delegiert werden.
Die Arztzimmer sind mit PC, Internet-Zugang sowie abteilungs- und hausinternem Intranet ausgestattet. Sie haben von dort Zugang zum Krankenhausinformationssystem (ORBIS), Röntgen-System mit Bildabruf (PACS) und Laborsystem.
Auf Wunsch unserer Kollegen haben wir ein klassisches Bereitschaftsdienstmodell mit 24-stündiger Anwesenheit. Das Arbeitszeitgesetz wird eingehalten. Die Bereitschaftsdienstvergütung wird kombiniert mit Freizeitausgleich. Im Rahmen der supervidierten Ausbildung ist der Hintergrunddienst außerhalb der Dienstzeiten jederzeit erreichbar und ansprechbar.

Arbeitsklima
Wir sind ein unkompliziertes und kollegiales Team mit flachen Hierachien und offenen Ohren für Fragen, Probleme und Anregungen. Gute Ideen sind uns jederzeit willkommen. Im Gegenzug erwerben Sie bei uns ein breites klinisches und patientenorientiertes Wissen.
Unsere Patientenbesprechungen erfolgen in berufsübergreifenden Teamsitzungen.

Vergütung
Die Vergütung erfolgt nach AVR mit einer außertariflichen Zulage gemäß Marburger-Bund Tarif (VKA) bei einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden mit zusätzlicher Altersversorgung. Jeder Assistenzarzt/-ärztin erhält eine monatliche Poolbeteiligung.

Recklinghausen
bietet Ihnen ein familienfreundliches, städtisches Leben mit 126.000 Einwohnern (www.recklinghausen.de) mit günstigen Wohnungen und attraktiver Innenstadt. Im näheren Umfeld finden Sie im Ruhrgebiet ein vielfältiges Kulturangebot (Oper, Konzerthäuser, Theater, Szenelokale, Kulturhauptstadt Europas, Ruhrfestspiele) und ein reichhaltiges Sportangebot.

Wollen Sie mit uns sprechen? Dann sind Ihre Ansprechpartner
Dr. med. Günnewig als Koordinator der Weiterbildung in unserer Abteilung, oder aber für die informelle Erkundigung die Assistenzärzte/-ärztinnen unserer Abteilung (falls Sie erst klären möchten, ob auch alles stimmt, was wir Ihnen versprechen).
Wir laden Sie gerne ein, unsere Klinik durch einen persönlichen Besuch kennen zu lernen. Es besteht auch die Möglichkeit, Visiten zu begleiten oder zu hospitieren.

Sie erreichen uns unter:

Elisabeth-Krankenhaus
Abt. für Geriatrie/Neurologie
Herrn Chefarzt Dr. Th. Günnewig
Röntgenstr. 10, D-45661 Recklinghausen
Tel. 02361-601-286
E-Mail: dr.guennewig(at)ekonline.de